Samstag, 21. Juli 2007

Pearl Habour

links: Das bin ich (wer auch sonst) vor einem Kamikaze-U-Boot oder 1-Mann-Torpedo der Japaner. So gab es, wusste ich auch nicht.
unten: Das USS Arizona Memorial rechts in weiß. Das weiße Gebäude liegt quer über dem Mittelteildes Wracks. Links die USS Missouri und in der Mitte eins der Boote, mit denen man auf das Mem kommt.

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links: die Missouri. Cher hat hier übrigens mal n Konzert gespielt, zu dem es auch ein Video gibt. Dabei klettert die u.a. auf den Kanonenrohren herum, was ich nicht durfte.
unten:Kahanamoku Beach.


Aloha,


Heute war ich in Pearl Habour. Der angekündiget Hurricane war bis auf gelegentlichen, angenehmen Regen kaum zu spüren. Ich habe das USS Arizona Memorial, die USS Bowfin samt Musem, die Missouri und das Pacific Aviator Musem besucht. Das war ein ziemliches Programm. Pearl City selbst ist denkbar unspektakulär.


Obwohl es insgesamt recht anstrengend war, war es hochinteressant. Wir lernen ja ne ganze Menge über den WW II in der Schule, aber doch recht wenig über den Konflikt Japan-USA dabei. Das war erstmal thematisch sehr interessant. Zugegebenermaßen hatte ich immer so ne Vorstellung Pearl Habour, die Amis treten in den Krieg ein, landen in der Normandie und schmeißen die A-Bombe Japan und das war es ehrlich gesagt auch. Jetzt weiß ich ne ganze Menge mehr. Mir war zum Beispiel auch nicht klar, dass die Amerikaner sicherlich um die 30 U-Boote (nur U-Boote) und fast alle ihre Zerstörer verloren haben (nicht nur beim Angriff auf Pearl Habour, da lagen die U-Boote ja gar nicht, aber insgesamt).


Was auch sehr eindrucksvoll war, war dass die gesamten Präsentationen sehr objektiv stattgefunden haben. Sämtliche Nationen wurden ohne Wertungen oder Meinungen dazu dargestellt. Es war sogar so, dass ziemlich hervorgehoben wurde, was für ein guter Schachzug der Angriff auf Pearl Harbour gewesen ist und welche Fehler auf amerikanischer Seite dabei, passiert sind. Außerdem wurde Deutschland, nie als Deutschland in diesem Zusammenhang genannt, sondern als Nazi-Deutschland oder als 3.Reich.


Die Museen und die Schiffe und Flugzeuge waren auch sehr interessant, da man die ganze Zeit selbstständig herumschleichen, verschiedene Dinge ausprobieren kann, usw. Das Arizona Memorial ist schon bedrückend, wenn man das Wrack nur wenige Meter unter sich sieht und weiß, dass da drin 1177 Männer umgekommen sind.


Zu was fröhlicherem: Busfahren ist hier wirklich günstig, aber laaaangsam. In Honolulu bin ich zu Fuß fast genauso schnell, aber ok, bis Pearl konnte ich kaum laufen.


Um 4pm bin ich dann wieder nach Waikiki. Und diesmal habe ich einen coolen Strand gefunden: Kahanamoku Beach ist der westlichste Strand von Waikiki und liegt vorm Hilton Hawaiian Village. Der Strand ist breit, das Wasser super klar und es ist angenehm viel los. Man ist nicht allein, aber niemand drängt sich. Außerdem weniger Familien, sondern mehr Leute in meinem Alter.


Dann noch abendessen bei Pizza Hut, was eher begrenzt lecker war. Und dann... konnte ich diesmal nicht and er Creamery vorbeilaufen. Da gibt es so super Eis. Leider haben die eine etwas abgefahrene Idee von Portionen. Ich habe eine in medium genommen, und ich kann ja nun wirklich viel Eis essen, aber ich musste die Hälfte wegschmeißen. Das tolle da ist, die haben so mehrere Grund-Ice creames. So dann wurden in meinem Fall halbgefrorene Erdbeeren und Nüsse dazugemengt und gestampft. Dann noch schön Rühren und in ne Riesenwaffel. Wenn man möchte, kann man dann noch allmögliches obendrauf bekommen, aber ich habe es so ja nicht einmal geschafft.


So, bei uns ist es nun 8:30pm. Eventuell holt Nancy mich gleich noch ab, aber eigentlich bin ich k.o.


Mal schauen, was morgen so geht.


Aloha, Nina

Social Security Card (Tag 6)

links: Der Innenhof zwischen POST building, Geophysik und Englisch. Ich sitze übrigens im POST building. Nicht weil ich bei der Post arbeite, sondern POST steht für Pacific Ocean Science and Technology. Darin sitzt die SOEST, die School for Ocean and Earth Science and Technology, and dann gehöre ich zum Department of Geophysics and Planetology.
Unten ist ein Bild von mir gespiegelt in den Fensterfassaden des POST (natürlich Erdgeschoss). Hang loose ist das Motto von Hawaii, das ich auch gern mal umsetze.


Hey an alle,


Erstmal sorry für meine leichten ... Irrtümer ;), wenn ich zum Beispiel ein Foto zweimal reinstelle oder Personen falsch abzähle. Ich schreibe bisher immer noch abends, bzw. nachts wenn ich nach Hause komme. Jetzt ist es 11:38pm.


Ich war heute bei dem Amt für die Social Security Card. Das war ziemlich unproblemtisch. Ich hatte alles dabei. In zwei Wochen sollte die Karte da sein und dann kann ich mein Geld bekommen. Auf dem Weg von downtown zurück zur Uni habe ich dann den Bus genommen. Ich bin zwar ziemlich schnell zu Fuß. Die Amis verstehen sowieso nicht so ganz, warum ich ständig laufen will, aber mir macht das Spaß. Viele grüßen einen nett oder fragen einen an der Ampel woher man kommt. Meine Größe scheint ziemlich auffallen zu sein. Außerdem scheint ja in der Regel die Sonne, also warum nicht.


Die Busfahrerei ist hier ziemlich günstig 2 $ für jede Fahrt egal wie weit. Und die Busse sind kühl bis kalt. Und ich hatte heute meine Jacke vergessen. Im Büro habe ich mir dann auch den A... abgefroren. Da bin ich dann erstmal schnell zu Starbucks getrabt und habe mir ne halbe Stunde Pause in der Sonne gegönnt.


Gegen frühen abend war ich dann mit Nancy in so nem abgewrackten aber unglaublich toll gelegenen Schwimmbad. Es ist umringt von dicht bewachsenen Hügeln und da die Vorboten vom Hurricane ankamen, hingen Wolken an den Hügeln und es regnete. Es war ziemlich dunkel und die machten Flutlicht an. Die meisten haben richtig trainiert, während ich mehr herumgedümpelt bin. Es hat aber viel Spaß gemacht. Ich war noch nie in ner Badeanstalt mit so einem Ausblick. Leider war der Akku meiner Kamera leer, aber ich werde die Fotos nachholen.


Abends waren wir noch mit anderen beim Italiener. Dazu muss ich sagen. Sorry, aber es lohnt sich nicht hier in ein teures Restaurant zu gehen, v.a. nicht in ein europäisches. Es macht keinen Sinn, wenn ein japanischer Chefkoch in Hawaii typisch italienisches Essen anbietet. Es war teuer (30 $ incl. Tip und ich habe nur Wasser getrunken, Nudeln gegessen und einen cappucino getrunken!) und schmeckte o.k., aber nichts besonderes. Also lieber weiterhin in die asiatischen Buden oder Fries vom BK oder MD oder die unzähligen anderen Alternativen. Gestern war ich ja in einem tollen japanischen Noodlehouse. Das war super und günstig (12 $ für ne fette Cola und superleckere Tempura und Suba Nudeln). Ich war aber die einzige, die kein Japanisch außer hai konnte.


Nun denn, ein Hurricane kommt von Westen herangerollt. Es geht schon etwas zur Sache. Aber wir werden wohl morgen nur am Rande getroffen. Aber Schnorcheln fällt aus. Ich werde morgen nach Pearl Harbour/City fahren. Da wollte mich sowieso hin mir das USS Arizona Memorial, das USS Bowfin und die Missouri anschauen. Das ist zumindest größtenteils indoor. Sonntag hängt noch vom Wetter ab. Aber ich denke, dann ist der Hurricane durch.


Viele Grüße, übrigens hat jemand meine Grüße bei 1live gehört. war ziemlich früh, aber ok, kann ja sein.


Bis denn, eure Nina