Mittwoch, 18. Juli 2007

Waikiki (Tag 4)

links: Surfergewusel bei Waikiki
unten: Paddeling auf dem Ala Moana Kanal



links: Die Veggiebude an der Uni
unten: Das bnerühmte Sheraton Moana Surfrider Hotel. Da leider die Hotels an den meisten Stellen den Weg zum Strand versperren, latsch ich immer ganz frech quer durchs Hotel. Darf man auch, glaube ich. Zumindest sind zu mir immer alle sehr nett. :)



Aloha, mal wieder an euch alle und vielen Dank für eure tollen Kommentare. Da macht das Schreiben gleich mehr Spaß.



Leider habe ich heute keine Fotos gemacht. Deshalb werde ich euch mit welchen von gestern versorgen, die ihr noch nicht gesehen habt. Da ich heute in Waikiki schwimmen war (Das erste Mal, dass ich Pazifik schwimmen war.), wollte ich nur begrenzt Wertgegenstände mitnehmen. An sich ist es kein Problem seine Sachen am Strand liegen zu lassen, aber man muss es ja nicht provozieren.



Aber morgens war ich natürlich wieder brav arbeiten. Ich habe Oberflächenreflektionen in Sidescan.tiffs ausgemerzt und das mit der Matlab Alternative für n Mac IGOR. Mittags dann schnell unten zur Vegetarierbude. Da gabs heute Thai-essen. Und nachmittags habe ich meinen zweiten Behördengang hinter mich gebracht. Ich musste zum Ausländeramt der UH (University of Hawaii). Da musste ich dann wiedermal diverse Dokumente vorzeigen und ausfüllen und kopieren lassen. Jetzt kann ich eine Staff-ID der UH bekommen und darf offiziell die gesamten Sportanlagen (Und wow, die haben ne super Schwimmanlage und natürlich n riesiges Baseballfeld usw. usw.) und alles mögliche von der UH nutzen.



In den nächsten Tagen werde ich dann die letzten Behördengänge hinter mich bringen, die ID-Zentrale und das Amt für die amerikan. Sozialversicherungsnr., was downtown liegt.



So, und dann war ich heute noch in Waikiki schwimmen. Erstmal, ich bin ja n ziemliches Alien in Waikiki: Europäerin, groß, blass. Da sind die unzähligen sehr reichen Japaner, die sich mit der Stretch zum Kino und davor noch kurz gern mal zu Chanel fahren lassen, ja ziemlich neidísch drauf. Dazu gehörte auch das allgemeine Interesse an meinem Placebo European Tour 2007 Shirt, was ich heute an hatte. Auf das häufigere Nachfragen, wo ich herkomme und meine Antwort Germany, folgen in der Regel folgende Assoziationen: Fussball (Dt. Nationalmannschafts-t-shirts aus Deutschland seien übrigens in Japan sehr beliebt), Volkswagen (Wolkswageeeen), Porsche (Posh), Mercedes, BMW und nicht zu vergessen Audi (OOOOhhhhdi) und wichtig Bavaria und Oktoberfest incl. Bier und Lederhosen. Na, da freut man sich immer. Erst musste ich mir ein Jahr von den Kielern anhören, dass ich Bayerin sei, weil ich von südlich der Elbe käme, und jetzt muss ich wohl Bayerin sein, weil eigentlich ganz Deutschland Bayern ist.



Nun, aber zum Strand. Also als ich mich dann so gegen 17pm (warum eigentlich das pm, wenn man doch alle 24h benennt?) schräg versetzt vom Stand der STAR BEACH BOYS (die Surfstunden und so anbieten) entblättert habe (hatte meinen Bikini schon in der UH drunter gezogen) und ins Wasser getrabt bin, wurden mir einige Nachteile in Waikiki klar: Das Wasser ist flach und zwar ziemlich lange. Hinzu kommen ziemlich unangenehme Felsen, so dass man brav seine Beine in der Horizontalen halten muss, wenn man kein Surf- oder Bodyboard bei sich hat. Die Wellen sind ziemlich heftig aber total cool. Aber man muss als Schwimmer doch ziemlich aufpassen, dass man keinem von den Surfanfängern in die Quere kommt. Die Besseren sind kein Problem. Mir ist aber klar, dass ich nächstes Mal mal bei Ala Moana vorbeischaue. Da ist weniger los und ist von zu Hause genauso weit.



Abendessen bei Subways. Wie gesagt Selberkochen ist mind. genauso teuer und schmeckt in meinem Fall meist nicht besser. Und dann war ich vor ner Stunde so was zu Hause. Heute Nacht scheint in waikiki der Bär zu steppen bzw. die japanischen Ladys versuchen auf ihren superhohen Schuhen und in den superengen Hosen die Hüften zu schwingen. Ich habe nämlich 3-4 Disko oder Clubkarten auf dem Nachhauseweg in die Hand gedrückt bekommen. Aber das wäre mir zu anstrengend. Bin ja nicht zum Urlaub hier. :)



Die bisherige zukünftige Planung ist:



19.7. Kino in Ala Moana mit Nancy: Fantastic 4 - Rise of the SilverSurfer (Der fliegt Fr nämlich hier schon wieder aus den Kinos)



20.7. Schwimmen in Ala Moana (das ist übrigens westlich (oder ewa wie man hier sagt) von Waikiki.



21.7. Schnorcheln in Shark's Cove mit Roy und Co., wo es aber keine Haie sondern Schildkröten geben soll



22.7. Kayaken mit Nancy



24.7. Surfkurs von der UH



28.7. Bodyboardingkurs von der UH



2.8. nochmal



8.8. nochmal surfen



Mitte August werde ich wahrscheinlich für 10 Tage an die windward side umziehen



Ende August 7 Tage auf See mit Kilo Moana, dem Schwesterschiff von PLANET



Es ist also viel zu tun und ich muss ja auch noch arbeiten. ;)



Tag 3


unten: Das Hawaii Institute of Geophysics.
links: Surfergewusel in Waikiki.




links: mein Ausblick, liegend in Waikiki
unten: Den find ich so süß.



Heute gings natürlich wieder ab in die Uni und an die Sidescan daten. Dann haben wir versucht, den Rechner internettauglich zu machen. Also den, den ich in der Uni habe. Meiner bleibt zu Hause.



Und einige Pläne haben wir schon gemacht. Ende August fahre ich mit der KILO MOANA, dem Schwesterschiff von PLANET, 7 Tage vor Hawaii rum und vielleicht ziehe ich davor für 10 Tage um an die Windward side von O'ahu. Roy meinte, das wäre eine gute Idee um die countryside kennenzulernen. Außerdem sei da mehr Platz am Strand. Ansonsten werde ich wohl Freitag abend mit Nancy und Co. in China Town losgehen und Sonntag werden wir kayaken und später ins Kino: Fantastic 4 - Rise of the SilverSurfer.



Heute habe ich dann noch in Waikiki rumgelegen und den Surfern zugeschaut (Visuelles lernen) und mir schon mal bei billabong ein rashguard gekauft. Für alle nicht Surfer: Ein rashguard ist ein shirt aus Neopren o.ä. dünneren Stoff, der die Haut des Oberkörpers vor Sonne und Schürfungen durch das Brett schützen soll und einem den SurfWax vom Leib halten soll. Bei der Anmeldung zu den Surfstunden haben dir mir gesagt, ohne geht es nicht, weil ein normales T-shirt völlig vom Wax versifft würde bzw. schnell kaputt gehen würde.



Zum abendessen habe ich mir schnell was vom Vietnamesen geholt. Ist genauso teuer, wie Nudeln und Sauce im Supermarkt und schmeckt besser.

Transformers

Ich, als bekennender Filmfan, bin ja jetzt in der glücklichen Situation viele Filmer etwas früher sehen zu können. Deshalb werde ich immer, wenn ich einen Film gesehen habe, euch hier kurz darüber informieren, damit ich ihr euch überlegen könnt, ob ihr den auch in Deutschland sehen wollt.
Diesmal habe ich Transformers gesehen. Der Film ist voller gut gemachter Action, schnell, nicht langweilig und lustig. Manchmal nerven die großen Sprüche über Freundschaft und Loyalität. Das ist dann gelegentlich etwas fett aufgetragen. Aber an sich sehenswertes Popcornkino. Hat Spaß gemacht.

Tag 2



Aloha, an alle. Der erste Arbeitstag war sehr entspannt. Roy hat mir einen Arbeitsplatz
eingerichtet, seiner Angestellten, Nancy (26 aus Kanada), vorgestellt und mit mir eine kleine Tour rund um die Uni gemacht. Über das Essen an der Uni kann man sich kaum beschweren: ein vegetarischer Inder, ein probiotischer Smothieladen, ein Vietnamese, der als Namen den vietnamesischen Namen für Paris trägt (Baile o.ä.) (warum auch immer?), Pizza Hut, Taco Bell, usw. Auch der Campus ist recht cool. Viel Grün viele Palmen. Nette Leute. Was ich erst lernen musste: In den Gebäuden eine Jacke anziehen, draußen Jacke aus und Sonnenbrille aufsetzen! Ich habe auch schon etwas mitgearbeitet: Ich habe an Sidescan daten gearbeitet und werde das auch in den nächsten Tagen fortsetzen. Außerdem habe ich angefangen, die ganzen Behörden abzulaufen und ich habe mich für nächste und übernächste Woche für Surfstunden von der Uni aus angemeldet. 20 $ pro Nachmittag incl. Rent ist unschlagbar gegenüber >50$ pro Stunde in Waikiki.

Nachmittags bin ich dann von der Uni (Manoa) aus nach Ala Moana gelaufen. Das ist ein nicht so touristisches Strandviertel wie Waikiki. Das waren allerdings so 10 Meilen und ich musste ja auch noch wieder nach Hause. Also habe ich kurz Pause im Kino des Ward shopping centres gemacht und habe mir Tranformers angeschaut.

Dann habe ich es aber doch noch nach Hause geschafft.
Auf den Fotos seht ihr den Strand von Ala Moana. Übrigens fragt man sich, ob der Typ, der vor dem Rettungsschwimmerhaus liegt, vielleicht der Rettungsschwimmer ist oder nur einen gebraucht hätte.

26h und länger unterwegs






Die Reise begann an sich am Samstag abend mit der coolen Abschiedsause. Vielen Dank noch mal an alle, die sich am Samstag über den ganzen Tag verteilt noch bei mir verabschiedet haben und alle die abends noch zu uns gestoßen sind. Ich habe mich darüber wirklich sehr gefreut.
Anbei noch einige Fotos aus der Meile, wo Sebastian, Michi, Jutta und ich ja noch ein vorerst letztes Mal richtig abgerockt haben. Vielen Dank euch vieren: Mein Schlafplan ist dadurch aufgegangen und ich leide nicht an Jetlag. Ebenso an den DJ, der meinem Musikwunsch ja wirklich prompt gefolgt ist, als ich ihm sagte, ich könnte nicht mehr warten, weil ich gleich nach Hawaii fliegen würde. Allerdings war sein Blick eine Mischung aus: „Willst du mich verarschen?“ und „Häh?!?“

Dafür sagte Elbi, den wir zufälligerweise noch getroffen haben: „Ich dachte, du bist schon irgendwo auf ner Insel.“ Genau! Da bin ich jetzt auch.
Noch an den Klaviergürtel (regelmäßige Besucher der Meile werden wissen wer gemeint ist): So schwer ist es nicht diese Kamera zu bedienen, aber von deinen Fotos ist leider keines eins geworden.
Nun ja: Also um kurz vor 3h (Hochmooraner Zeit) waren wir dann zu Hause und um kurz nach 4h sind Mama und ich dann ab zum Flughafen. Koffer weg und pünktlich um 7:10h gen London (1,5h Flugzeit). Und ich hatte sogar eine ganze Sitzreihe für mich. Juchu!!!
In Heathrow wuselte irgendwie alles durcheinander. Das konnte aber auch daran gelegen haben, dass ich noch nicht wirklich geschlafen hatte.
Um 9:55 (Londoner Zeit) Abflug in ner Boing 747 Richtung L.A. Flugzeit 11h und die sind lang. Zum Glück war ich mittlerweile so fertig mit der Welt, dass mir alles egal war, und ich saß still in meiner Ecke am Fenster neben einem österreichischen Ehepaar. Als ich irgendwann wieder fit war, habe „300“, „Blades of Glory“, „Teenage Mutant Hero Turtles“ und „Zodiac“ geschaut. Haben mir alle ganz gut gefallen, nur dass ich bei „Zodiac“ wieder eingeschlafen bin.
12:30h (L.A.’er Zeit) Ankunft in L.A.: Homeland Security, Koffer abholen, Koffer im nächsten Gebäude abgegeben, sich selbst noch ein Gebäude weiter begeben und zum dritten Mal durch die Sicherheitszone: Laptop raus, Schuhe aus, Tüte mit Flüssigkeiten raus, Gürtel ab, usw. Dann war nur noch kurz Zeit für Starbucks. Übrigens welch eine super Kombi Starbucks und Burger King in einem! Übrigens bin ich bis hierher dreimal gefragt worden, ob ich ein deutsches Modell bin. :) L.A. ist zwar völlig vertrocknet, aber ist mir sympathisch.
15:30 gings mit Verspätung weiter (Flugzeit 6h). Da hätte ich doch noch nen Burger essen können.
18:45 (Honolulu’er Zeit) endlich angekommen. Die letzten 6h Stunden waren ein Horrortrip. Der Flieger war bis obenhin voll. Es gab nichts zu essen und ich war zu wach zum Schlafen und zu müde, um zu lesen o.ä. Das war hart. Sechs Stunden immer wieder einschlafende Beine und vor die Wand starren.
Am Gepäckband kam mein Koffer natürlich ziemlich am Schluss, aber dafür habe ich Roy sofort gefunden. Ich habe sogar einen echten (frischen) Lei [Blumenkranz] geschenkt bekommen. Dann gings aber schnell ab in das Appartment, wo mich die Vermieter (Chris und Ria) bereits in Empfang nahmen. Alle sind wirklich sehr nett. Die haben dann für mich Abendessen gemacht und dann war ich so wach, dass ich noch nach Waikiki gelaufen bin (ca. 2 mi) und die Füsse in den Pazifik gesteckt habe. Waikiki ist ein Zoo. So viele Leute, Stretch-Limos, Chanel, Gucci und Niketown liegen Tür an Tür. Für erste bin ich dann aber wieder schnell wieder nach Hause und schlafen.

A propos, es gibt kein Bier auf Hawaii! Man beachte die japanische Unterschrift. Das ist hier so üblich. Manchmal bekommt man die Sachen auch nur auf japanisch.