Mittwoch, 25. Juli 2007

Katamaran (Mi II.Woche)

links: Der Blick aufs offene Meer. Leider war ich etwas spät mit den Fotos von den Delfinen.
unten: Diamond Head (Krater) vom Boot aus.

links: Der kleine Katamaran. Bob an Bord, Kyle im Neo und Roy vorne rechts.
unten: Ja, etwas aufgedunsen, aber ich konnte im Hard Rock Cafe wieder lachen.


Aloha,
Heute morgen waren Roy, Nancy und ich und Kyle, Jason und Bob von so ner Sea Engineering Firma mit nem kleinen Katamaran draußen, um die Forschungsminen zu repositionieren. Roy sagte zwar schon, ich sollte Schwimmsachen und Schnorchel mitbringen, weil wir da rumschnorcheln könnten, aber wegen meiner Erkältung, dachte ich, lasse ich das besser. Großer Fehler, wie sich nachher rausstellte.
Wir mussten nämlich ziemlich lange Ankern und es war ordentlicher Seegang und es gut geschaukelt... Lange Rede kurzer Sinn. Das Schwimmen hätte ich mich vor der ersten Seekrankheit in meinem Leben bewahrt. Mit der Erkältung ist man dafür wohl doppelt so anfällig und nach ner gewissen Zeit habe ich mir die Seele aus dem Leib gekotzt. Die anderen waren sehr nett und meinten, ich sollte doch noch schwimmen. Nancy ist schnell in Unterwäsche ins Wasser gesprungen, weil ihr auch schon etwas schummrig war. Ich fühlte mich aber schon zu schwach. Und ich dachte, besser kotzen als absaufen. Bei den Wellen hätte ich nämlich etwas Power gebraucht. Schade eigentlich. Das Wasser war superklar, außer wo ich gerade ... Und eine ganze Schule Delfine samt Kleiner kam auf ca. 5 Meter an das Boot heran. Da habe ich sogar das Kotzen vergessen. Die sind gesprungen und um uns rum geturnt. Super. Dann kam noch nie Riesenschildkröte vorbei, die sich aber weniger für uns interessierte, sondern offenbar etwas genervt war, weil wir im Weg waren. Die anderen haben sich ganz lieb um mich gekümmert und meinten, das ginge jedem mal so und: Welcome to the hawaii. Dann haben wir nochmal die Position gewechselt (so kurz vor Pearl habor) und haben richtig gas dabei gegeben. Wir sind manchmal richtig über die Wellen gesprungen. Das hat auch super Spaß gemacht. Dabei gings mir auch gut, aber als wir wieder ankerten... hing ich wieder über der Reeling.
Am Nachmittag lag ich dann platt. Roy hatte mich wieder nach Hause gebracht und ich habe 6 Stunden kriechend zwischen Bett und Klo gependelt. Das war das beste Zeichen, dass es nicht nur Seekrankheit war, sondern v.a. auch die Erkältung.
Heute abend trieb mich der Hunger aber hoch und ich bin zum Hard Rock Cafe geschlendert. Das ist nur n Block von der Wohnung weg. Da habe ich gegessen und ne Stunde an der frischen Luft rumgehangen. Die Bedienung war super nett und hat sich noch kurz zu mir gesetzt. Ich sah wohl etwas fertig aus. Schließlich habe ich mich wieder auf den Weg nach Hause gemacht und hier bin ich, zieh mir noch ne DVD rein und hoffe morgen ist es besser.


Viele Grüße an alle, Nina

Surfen (Tag ... ?? Di zweite Woche :) )

Aloha an alle,
Schon wieder keine Fotos. Sorry. Aber ich hatte genug mit dem Board, der Strömung und den Wellen zu kämpfen. Morgen aber wieder. Morgen fahre ich einem Schiff raus, um die Forschungsminen zu repositionieren.
Übrigens, auch wenn es nicht so aussieht, aber ich verbringe ca. 6-8h am Tag bei der Arbeit und tue da auch was. ;) Momentan werte Sidescan Daten aus und lösche Oberflächenechos aus und so. Heute war ich mit Roy einkaufen und basteln: Gewichte, Seile, Schwimmkörper, um die Positionen zu markieren. Zwischendurch haben wir uns super Fish&Chips geholt, die mit Chopsticks serviert wurden ?!?!? :) Wie gesagt, man isst mit Händen oder Sticks.
So, das Surfen. Wenn jemals wieder jemand behaupten, das wäre ja so leicht und überhaupt nicht anstrengend, schlagt ihn/sie von mir. Ich habe ca. 2h gepaddelt und zwischendurch völlig fertig auf dem Brett gelegen/gesessen, um ca. 5s zu knien, bevor ich ins Wasser gesegelt bin, und ca. 1s zu stehen, bevor ich wiederum neben den unzähligen anderen Malen einfach von der Welle umegschmissen worden bin. Hinzukam, dass wir ziemlich heftige Strömungen hatten. Ich hätte hier nicht schwimmen wollen und war froh mein Board an mir gekettet zu wissen. Dann wurde mir klar, was die Surflehrerin mir nach 2 Minuten sagte: Du schwimmst nur mit den Beinen. Das stimmt, und bringt einem auf dem Board (Longboard) gar nichts. Das Paddeln gegen die Strömungen ist echt hart. Ich war schon ziemlich alle, als ich draußen war und dann gings erstmal richtig los, wenn man sich ne Welle schnappen wollte. Wir waren 10 Teilnehmer und zwei Lehrer. Immerhin kann ich sagen, ich gehörte zu denen, die lange draußen geblieben sind und es allein bis zum Strand geschafft haben, v.a. ohne sich auf dem Riff die Füsse aufzuschneiden, weil man irgendwann das Paddeln aufgibt und lieber läuft. Dann muss ich an meiner Paddel Technik arbeiten. Die meinten, das wäre das Problem. Ich hätte ein gutes Gefühl für die Wellen und wäre mutig (na, super), aber nicht unüberlegt. Aber ich würde mit allem Paddeln nur nicht mit den Armen. Aber immerhin bin ich früher oder später überall angekommen. Zwei der zehn haben es nicht einmal mit raus geschafft. Die Strömung war aber auch echt übel. Ich habe auch n paar Mal gedacht aus eigener Kraft komme ich nicht nach Hause und muss mich entweder abschleppen lassen (was vor den Profis, die auch da waren, sehr peinlich gewesen wäre) oder in die nächste Bucht treiben lassen (was einen langen Fussmarsch mit sich bringt). Ich habe mich dann für die hawaii-Methode entschieden. Zehn Minuten auf dem Brett rumliegen. Manchmal paddeln, um nicht abgetrieben zu werden, und wenn man wieder Kraft hat, ab dafür. Hat auch geklappt. Jetzt bin ich aber völlig fertig. Und habe die Rippenbögen blau vom Brett. Aber wie gesagt, ich habe mich nicht einmal am Riff geschnitten und habe mir auch nichts aufgescheuert. Ich war aber auch mit dem Rashguard und ner fast knielangen Surfshorts über dem Bikini perfekt gekleidet. Alles andere hätte ich bereut. Einer ist z.B. ihr normales T-shirt gerissen.
So, und dann... steht man da am Strand, pitschnass voller Sand und Salz, mit dem Brett unter dem Arm und ner Flasche Wasser. Wenn ihr glaubt, da gibt es Duschen, Umkleiden oder Toiletten, weitgefehlt. Da gibt es nen sehr coolen Seelöwen, der da zwischen den Surfern rumliegt, aber das ist auch alles. Also, und jetzt kommt der Clue. Abtrocken mit dem Handtuch, das man hoffentlich im Bus hat, bis auf den Bikini ausziehen und die normalen Klamotten drüber. Und wie sorgt man nun dafür, dass man keinen nassen Fleck am Arsch hat? Hose bis unter die Hüfte runter ziehen!! Endlich habe ich den Sinn dahinter verstanden.Und es funktioniert. So, bin ich auch bis nach Hause gekommen.
Und jetzt gehts schnell ins Bett.
Morgen gibts wieder Fotos. Versprochen.
Viele Grüße, Nina