Mittwoch, 25. Juli 2007

Surfen (Tag ... ?? Di zweite Woche :) )

Aloha an alle,
Schon wieder keine Fotos. Sorry. Aber ich hatte genug mit dem Board, der Strömung und den Wellen zu kämpfen. Morgen aber wieder. Morgen fahre ich einem Schiff raus, um die Forschungsminen zu repositionieren.
Übrigens, auch wenn es nicht so aussieht, aber ich verbringe ca. 6-8h am Tag bei der Arbeit und tue da auch was. ;) Momentan werte Sidescan Daten aus und lösche Oberflächenechos aus und so. Heute war ich mit Roy einkaufen und basteln: Gewichte, Seile, Schwimmkörper, um die Positionen zu markieren. Zwischendurch haben wir uns super Fish&Chips geholt, die mit Chopsticks serviert wurden ?!?!? :) Wie gesagt, man isst mit Händen oder Sticks.
So, das Surfen. Wenn jemals wieder jemand behaupten, das wäre ja so leicht und überhaupt nicht anstrengend, schlagt ihn/sie von mir. Ich habe ca. 2h gepaddelt und zwischendurch völlig fertig auf dem Brett gelegen/gesessen, um ca. 5s zu knien, bevor ich ins Wasser gesegelt bin, und ca. 1s zu stehen, bevor ich wiederum neben den unzähligen anderen Malen einfach von der Welle umegschmissen worden bin. Hinzukam, dass wir ziemlich heftige Strömungen hatten. Ich hätte hier nicht schwimmen wollen und war froh mein Board an mir gekettet zu wissen. Dann wurde mir klar, was die Surflehrerin mir nach 2 Minuten sagte: Du schwimmst nur mit den Beinen. Das stimmt, und bringt einem auf dem Board (Longboard) gar nichts. Das Paddeln gegen die Strömungen ist echt hart. Ich war schon ziemlich alle, als ich draußen war und dann gings erstmal richtig los, wenn man sich ne Welle schnappen wollte. Wir waren 10 Teilnehmer und zwei Lehrer. Immerhin kann ich sagen, ich gehörte zu denen, die lange draußen geblieben sind und es allein bis zum Strand geschafft haben, v.a. ohne sich auf dem Riff die Füsse aufzuschneiden, weil man irgendwann das Paddeln aufgibt und lieber läuft. Dann muss ich an meiner Paddel Technik arbeiten. Die meinten, das wäre das Problem. Ich hätte ein gutes Gefühl für die Wellen und wäre mutig (na, super), aber nicht unüberlegt. Aber ich würde mit allem Paddeln nur nicht mit den Armen. Aber immerhin bin ich früher oder später überall angekommen. Zwei der zehn haben es nicht einmal mit raus geschafft. Die Strömung war aber auch echt übel. Ich habe auch n paar Mal gedacht aus eigener Kraft komme ich nicht nach Hause und muss mich entweder abschleppen lassen (was vor den Profis, die auch da waren, sehr peinlich gewesen wäre) oder in die nächste Bucht treiben lassen (was einen langen Fussmarsch mit sich bringt). Ich habe mich dann für die hawaii-Methode entschieden. Zehn Minuten auf dem Brett rumliegen. Manchmal paddeln, um nicht abgetrieben zu werden, und wenn man wieder Kraft hat, ab dafür. Hat auch geklappt. Jetzt bin ich aber völlig fertig. Und habe die Rippenbögen blau vom Brett. Aber wie gesagt, ich habe mich nicht einmal am Riff geschnitten und habe mir auch nichts aufgescheuert. Ich war aber auch mit dem Rashguard und ner fast knielangen Surfshorts über dem Bikini perfekt gekleidet. Alles andere hätte ich bereut. Einer ist z.B. ihr normales T-shirt gerissen.
So, und dann... steht man da am Strand, pitschnass voller Sand und Salz, mit dem Brett unter dem Arm und ner Flasche Wasser. Wenn ihr glaubt, da gibt es Duschen, Umkleiden oder Toiletten, weitgefehlt. Da gibt es nen sehr coolen Seelöwen, der da zwischen den Surfern rumliegt, aber das ist auch alles. Also, und jetzt kommt der Clue. Abtrocken mit dem Handtuch, das man hoffentlich im Bus hat, bis auf den Bikini ausziehen und die normalen Klamotten drüber. Und wie sorgt man nun dafür, dass man keinen nassen Fleck am Arsch hat? Hose bis unter die Hüfte runter ziehen!! Endlich habe ich den Sinn dahinter verstanden.Und es funktioniert. So, bin ich auch bis nach Hause gekommen.
Und jetzt gehts schnell ins Bett.
Morgen gibts wieder Fotos. Versprochen.
Viele Grüße, Nina

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