links: Sonnenuntergang vom Meer ausunten: O'ahu (South Shore und leeward side (west))


Aloha,
Gestern nachmittag war ich surfen in Diamond Head. Es war nicht so rau, wie beim letzten Mal. Der Channel war frei und ruhig zum rauspaddeln oder Pause machen. Aber auf dem Riff waren ganz ordentlich Wellen. Erstaunlicherweise bekomme ich die Wellen mittlerweile ziemlich gut. Ich bin offenbar mittlerweile wesentlich schneller im Paddeln. Allerdings waren einige Wellen auch so stark, dass sie mich sozusagen nicht gezwungen oder eindringlich überredet haben, sie mitzunehmen. Trotzdem ich diesmal ein kürzeres Board verpasst bekommen habe ("Die Langen sind für die Anfänger." Hallo, was bin ich denn?), konnte ich aufstehen und ganz gut surfen. Leider gibt es jedes Mal, wenn ich in Diamond Head bin, diese eine Welle, die mich vom Brett schuppst und dann xmal mit sich herumschleudert. Man kommt sich dann vor wie in ner Waschmaschine und so wird das dann acuh genannt. Was sich so lustig anhört, wird in zwei Situationen ziemlich gefährlich: 1. Wenn man die Orientierung verliert. Das ist mir zum Glück noch nie passiert. Ich habe irgendwie immer ein gutes Gefühl, wo oben und unten ist. Nancy und einige der andere erzählten mir, dass das ihr größtes Problem sei. Ich kann nicht sagen warum, aber bisher wusste ich immer wo die Luft ist. 2. Wenn man irgendwodrauf geschlagen wird. In meinem Fall war das einmal eine Sandbank, was für Kratzer und blaue Flecken sorgt. Die Riffe kratzen noch mehr. Nun ja, diesmal war es für mich besonders unangenehm, weil diese Welle mich in ziemlich tiefes Wasser geschoben hat, da noch einmal runtergedrückt hat und dann fallen gelassen hat. Das Problem dabei ist, dass irgendwann echt die Luft knapp wird. Das war nicht so spaßig und ich habe so viel ekliges Salzwasser geschluckt wie noch nie. Ansonsten hat es aber mal wieder super viel Spaß gemacht. Leider waren wir diesmal wieder 10 Leute und es waren einige dabei, die weder gut schwimmen noch surfen konnten, was irgendwie dann unschön ist. Die Surflehrer kommen einem helfen, wenn man Probleme hat, und sie geben einem Tips ("Nina, du stehst zu schnell zu gerade. Bleib klein bei den heftigen Wellen." Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon kein Brett mehr unter den Füssen und habe Katties Stimme nur noch im Rauschen der Welle gehört.) und erklären alles xmal, aber sie stehen nunmal nicht mit einem auf dem Brett. Außerdem verstehe ich die Leute nicht, die kaum im Pool schwimmen können, warum die sich das antun.
Ach, ja, dann waren da diesmal 2 richtig große Honus (Wasserschildkröte). Die sind so richtig hawaiianisch cool. Erst habe ich nur eine gesehen. Und dann bin ich auf einmal mit dem Fuss gegen was hartes gestoßen. Am erschreckt sich ja immer. In Diamond Head hat zwar noch nie jemand nen Hai gesehen, aber man weiß ja nie. Als ich runtergeschaut habe, musste ich feststellen, dass ich leider gegen die Schildkröte gestossen bin mit meinem Fuss. Die schwamm aber ziemlich unbeeindruckt weiter.
Haie sind hier so ne Sache. Die Tigerhaie sind doch dafür bekannt, manchmal recht schlecht gelaunt zu sein. In den Ecken, wo ich bin, wurden die zwar noch nicht gesehen, aber am North Shore hängen wohl immer welche rum. Man sollte halt nicht bei Sonnenauf-/untergang da dann rumpaddeln, weil dann Frühstücks- oder Dinnerzeit für die ist. Ich bin dennoch auch zu anderen Zeit nicht scharf darauf einen zu treffen.
Am Abend habe ich dann mit einer neuen Fernsehserie angefangen (ich weiß, ich bin den serien nicht treu.). HEROES ist hier ziemlich beliebt. Und nach der zweiten Folge war ich auch begeistert. Ist irgendwie ganz cool gemacht. Allerdings darf man wirklich keine Folge verpassen. Gott sei dank gibt es ja 24h Videotheken.
Heute morgen bin ich dann ab mit dem Bus nach Kailua zum Kitesurfen. Und liebe Leute, das ist so cool. Außerdem war ich ziemlich super heute. (Ich darf mich einfach auch mal selber loben.) Unter allen Anfängern, und ein paar von denen sind wirklich schon etwas weiter), war ich heute die einzige, die den Kite trotz des schwierigen Winds nicht einmal aufs wasser hat fallen lassen. ich konnte ihn jedes Mal retten, bevor er das Wasser berührte. Außerdem konnte ich die power dive loops machen, so dass der Kite mich ziemlich schnell und kontinuierlich durchs Wasser zieht, und die Richtung immer wieder wechseln und.... trommelwirbel.... Ich habe das Brett nicht ein einziges Mal verloren!!! Ki's Freundin hat währenddessen stolz allen Leuten am Strand erzählt (Die kennen sich fast alle.), dass das erst meine dritte Stunde wäre. Und dann kamen nachher n paar von den anderen guten Kitern an und meinten, dass ich das ja wirklich super machen würde und ob ich schonmal was ähnliches in Deutschland gemacht hätte oder so. Ki meint, ich hätte einfach ein außergewöhnliches Gefühl für den Wind und das Wasser. Ich glaube, der Kite ist einfach super zu fliegen und Ki ist ein super Lehrer. Ich kann fast alles spontan umsetzen, was er sagt. Also, es macht einfach super Spaß. Die Jungs meinten, ich sollte jetzt einfach mit ihnen rausgehen. ich möchte aber gern noch eine Doppelstunde machen. Das ist mir lieber und dann gehe ich gern so mit denen raus.
Was heute abend abgeht, weiß ich noch nicht. Pepe will mich anrufen, wenn die noch rausgehen. Ich bin allerdings ziemlich k.o. und meine Augen sehen wieder aus, als sei ich ein Alki. Das kommt von dem Salzwasser.
So, jetzt werde ich nochmal was einkaufen gehen im FOODLAND und dann ne neue HEROES DVD reinschieben.
Übrigens gibts heute nur alte Fotos. Sorry. Vielleicht komme ich morgen dazu, neue Fotos zu machen. Spätestens aber Montag. Versprochen.
Viele Grüße, Eure Nina
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